Farbmanagement verstehen

Kalibrierung - Charakterisierung - Konvertierung (Farbseparation) - Arbeitsraum

Farbmanagement basiert auf ein paar Grundsätzen, die sorgfältig definiert werden müssen, um die Mechanismen für die Anwendung zu verstehen.

Unabhängig davon, wo Sie sich innerhalb der Grafikkette befinden, gibt es eine Reihe von Schritten, die beachtet werden muss. Diese Schritte sind:

  • Kalibrierung
  • Charakterisierung
  • Konvertierung (Farbseparation)


Kalibrierung

Ein Gerät in der Grafikkette zu kalibrieren bedeutet, es in den gewählten Betriebszustand zu versetzen und sicherzustellen, dass es in diesem Zustand bleibt.
Die Kalibrierung eines Bildschirms zum Beispiel besteht in der Verwendung von Software und der richtigen Messgeräte (eines sogenannten Colorimeter), um die physikalischen Parameter des Bildschirms zu justieren: der weiße Punkt, der Kontrast und die Helligkeit (siehe "Erstellen von Monitor-Profilen"). Die Kalibrierung einer Offsetdruckmaschine beinhaltet die Auswahl genauer Parameter für den optimalen Betrieb sowie die Überwachung dieser Parameter, um sicherzustellen, dass sie in einem akzeptablen Bereich bleiben. Beispiele für solche Parameter sind die Farbwerte für feste Farben auf dem gewählten Papier sowie die Graustufen-Kurve.

Charakterisierung

Sobald das Gerät kalibriert ist, kann die Charakterisierung beginnen, d.h. die Farbidentitätsdatei kann erstellt werden. Dieser Prozess bestimmt, wie Ihre Geräte unter den gegenwärtigen Einstellungen die Farben reproduzieren und präsentieren. Das Ergebnis dieser Charakterisierung ist das ICC-Profil. Das Profil ist eine Übersetzungstabelle, die ermöglicht, die digitalen Werte Ihrer Datei auf diejenige Werte zu übertragen, welche notwendig sind, um gute Farben auf dem ausgewählten Gerät zu erhalten.

Konvertierung (Farbseparation)

Ob in Photoshop mit einem Bild-für-Bild-Ansatz oder als Batch in einem weiter entwickelten Arbeitsablauf - Konvertierung bedeutet eine Übersetzung der Farbwerte des Dokuments. Die Werte aus dem Arbeitsraum, in dem die Dokumente erstellt wurden, werden in Werte übersetzt, die die "richtigen Farben" im gewählten Drucksystem ermöglichen.

Jede Konvertierung ist eine mathematische Transformation der Dateien und Werte, die geändert werden oder aber auch verloren gehen können. Auch durch Umkehr des Verfahrens können diese nicht mehr zurückgewonnen werden.

Eine Konvertierung wird jedes Mal durchgeführt, wenn eine Datei von einer Art Gerät in ein anderes übertragen und bearbeitet wird, z. B. während der Übertragung von einem Scanner oder einer Kamera auf den Computer,wenn Sie ein Bild in Photoshop auf dem Bildschirm öffnen (virtuelle Konvertierung im Hintergrund) oder wenn Sie Ihre Dateien selbst von RGB nach CMYK konvertieren.

Alle anderen Schritte in der Bearbeitung von Bildern und Dokumenten beruhen auf Farbmanagement, sind aber nicht Teil davon. Bildkorrektur und Retusche, Seitenlayouts, die Erstellung von PDFs und die Vorbereitung für den Offsetdruck - all dies beruht auf Farbmanagement. 

Ein RGB-Arbeitsraum ist ein digitales Profil für die vollständige Neutralität und gute Homogenität bei der Korrektur und Retuschierung von Bildern. In RGB gibt es drei Werte (R = G = B), welche eine perfekte Neutralität in einem Bild gewährleisten, sofern es in einem neutralen und homogenen Arbeitsraum beschrieben wurde. Dies ist in den folgenden bekannten Räumen der Fall: Adobe98, sRGB und eciRGB.

Der CMYK-Farbraum, der in den Farbparameter Ihrer Anwendungen zu benutzen ist, muss dem entsprechen, welchen Sie am häufigsten für die Konvertierung von Aufträgen in CMYK verwenden und auf Ihren Drucker senden. Unten sehen Sie Standard- sowie auch individuell gestaltete Profile.