Arctic Paper Gruppe im 3. Quartal 2015: EBITDA und Betriebsergebnis deutlich höher als in Q2 2015 trotz unverändert schwierigen Herausforderungen des Marktes

Im 3. Quartal 2015 wurden die von der Arctic Paper Gruppe generierten Finanzergebnisse aus den fortgeführten Geschäftsbereichen* von unveränderten Herausforderungen des Marktes beeinflusst. Das EBITDA betrug 70,5 Mio. PLN (19,2 % weniger als in Q3 2014), das Betriebsergebnis lag etwas über 43 Mio. PLN (27,2 % weniger als in Q3 2014) und der Reinerlös aus den fortgeführten Geschäftsbereichen lag über 22,7 Mio. PLN (43,2 % weniger als im selben Zeitraum 2014). Der Umsatzerlös lag bei 730,7 Mio. PLN, also auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Die Ergebnisse des 3. Quartals bei EBITDA und Betriebsergebnis lagen deutlich über den in Q2 2015 erzielten: Das EBITDA stieg um 81,1 % und das Betriebsergebnis um 262,7 %, während der Umsatz im Quartalsvergleich um 6,2 % zulegte. Das Nettoergebnis für das laufende Jahr aus den fortgeführten Geschäftsbereichen war kumuliert um 16,3 % höher als das, was in den ersten drei Quartalen 2014 erzielt wurde. Im Jahresvergleich ging das EBITDA um 1,3 % zurück und das Betriebsergebnis legte leicht zu (um 0,5 %). Der Umsatz war um 1,2 % höher als in den ersten drei Quartalen des letzten Jahres.

Der Anteil von Rottneros AB (2013 erwarb die Arctic Paper Gruppe eine Mehrheitsbeteiligung an Rottneros AB) ist in diesen Zahlen bereits enthalten. Das Unternehmen erzielte sowohl in Q3 2015 als auch in den ersten neun Monaten von 2015 sehr gute Finanzergebnisse.

Ohne Rottneros erzielte die Arctic Paper Gruppe im 3. Quartal 2015 Umsatzerlöse in Höhe von ca. 541,9 Mio. PLN, das sind 1,3 % mehr als im 3. Quartal 2014. Das EBITDA lag etwas über 28 Mio. PLN (ein Rückgang um 50,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2014) und das Betriebsergebnis betrug fast 8,9 Mio. PLN (ein Anstieg um 74,8 % im Jahresvergleich). Dennoch sind auch in diesem Fall EBITDA und EBIT im 3. Quartal 2015 deutlich besser als im 2. Quartal 2015, als das EBITDA nur 151.000 PLN betrug und das Unternehmen einen operativen Verlust von über 19,1 Mio. PLN verzeichnete. 

Wolfgang Lübbert, CEO von Arctic Paper, sagte dazu: „Die Situation auf dem Markt für grafisches Papier ist immer noch angespannt und weist nur sehr geringe Erholungsanzeichen auf. Im 3. Quartal blieben die Auswirkung des Dollars und die Zellstoffpreise beherrschende Faktoren. Die seit längerer Zeit schon niedrigen Papierpreise steigen langsam an, was aber vom Markt nur zurückhaltend angenommen wird. Die Marktsituation bremst das Tempo, in dem unser Profit Improvement Program seine volle Wirkung entfalten kann. Das Programm schließt die Stilllegung oder den Verkauf von Arctic Paper Mochenwangen ein. Die beiden Alternativen werden sorgfältig geprüft. Ziel ist es, den Fortschritt und die Entwicklung der drei übrigen Arctic Paper Werke abzusichern.“

Die im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 % (und im Vergleich zum 2. Quartal 2015 um 2,1 %) gestiegenen Einkaufspreise für Zellstoff in PLN wirkten sich negativ auf das Ergebnis der Gruppe im Papiersegment aus. Die Situation bleibt unverändert und hängt vor allem mit den ungünstigen Wechselkursen von Euro in US-Dollar zusammen. Diese fielen im Vergleich zum 3. Quartal 2014 um 16,1 % (auch wenn sie im Vergleich zum 2. Quartal 2015 leicht gestiegen sind, um 0,7 %).

Zum Ende des 3. Quartals 2015 bildete die Arctic Paper Gruppe eine Rückstellung in Höhe von 12,9 Mio. PLN (aus der Rückstellung von 15,3 Mio. PLN aus dem 1. Quartal) wegen der Handelsforderungen der Papierfabriken von Arctic Paper gegenüber den britischen Niederlassungen von PaperlinX, die voraussichtlich nicht beglichen werden, weil diese Unternehmen einen freiwilligen Insolvenzantrag gestellt haben.

Im September 2015 lagen die Durchschnittspreise für hochwertiges grafisches Papier in Europa für ungestrichenes holzfreies Papier um 5,3 % höher und für gestrichenes holzfreies Papier um 1,7 % höher (im Vergleich zum Vorjahr). Im Vergleich zu Juni 2015 stiegen die Preise für ungestrichenes holzfreies Papier um 2,6 %, die für gestrichenes holzfreies Papier um 2,5 % (alle Daten basierend auf RISI).

Der Umsatzerlös der Gruppe mit Papier stieg im 3. Quartal 2015 im Jahresvergleich um 2,1 % und im Vergleich zum 2. Quartal dieses Jahres um 9,1 %. Der Umsatzerlös pro Tonne stieg um 4,9 % bzw. 3,8 %.

Das gesamte Produktionsvolumen der Artic Papier Gruppe im 3. Quartal 2015 betrug 189.000 Tonnen, was eine Zunahme um 10,4 % im Vergleich zum 2. Quartal 2015 und einen Rückgang von 4,1 % im Vergleich zum 3. Quartal 2014 darstellt. 

Wolfgang Lübbert, CEO von Arctic Paper, fasst zusammen: „Unter unveränderten Bedingungen auf dem Papiermarkt sehen wir deutlich signifikante Vorteile in unserer Mehrheitsbeteiligung an Rottneros. Dies macht es einfacher, den Verkauf unserer hervorragenden Produkte von unseren Werken aufrechtzuerhalten und anzukurbeln und unser Profit Improvement Program umzusetzen.“

Weitere Presseinformationen durch:
Wolfgang Lübbert, CEO, Arctic Paper S.A.
Tel. (+49) 40 51 48 5310
wolfgang.luebbert@arcticpaper.com

Frau Małgorzata Majewska-Sliwa, CFO
Tel: (+48) 61 62 62005, Mobile: (+48) 601 55 4806
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Freitag, 13 Nov, 2015